Es ist wieder so weit – Urlaubszeit

In altbewährter Konstellation mit Matze und mir.

Nachdem wir die USA bereits von West nach Ost und rund um die Großen Seen bereist haben, soll nun die Ostküste von Miami nach Boston und wieder eine Stück zurück nach New York Thema der Tour sein. Die erste Hürde war mal wieder die Einreisegenehmigung ESTA. Die zu beantwortenden Fragen werden auch immer spannender.

Und wie immer der übliche Hinweis:

Für Rechtschreibfehler und deren Folgen wird die Haftung ausgeschlossen.


Arbeitstitel:


Auf den Spuren der amerikanischen Geschichte

oder

Boston Tea Party – Und wer bringt den Kuchen mit?

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Mittwoch, 31. Mai 2017

29.05.17 Washington Tag 1



Die erzieherischen Maßnahmen hatten gezogen. Es war bis auf einmal die Nacht über Ruhe gewesen.

Dann halb 9 raus.

Heute war Memorial Day, d.h. Feiertag und Jubel und Trubel in Washington und im ganzen Land.

Tja irgendwie waren wir ein wenig gekniffen. Da wir zu diesem Termin ausgerechnet in der Hauptstadt sein sollten war nicht geplant, sondern hat sich einfach so ergeben. Wir befürchteten Menschenmassen, die sich tottreten. Also wohin?

Wir beschlossen zum Smithsonien Air and Space Museum außerhalb Washingtons zu fahren, in der Hoffnung dem Strom in die Stadt aus dem Wege zu gehen. Und in der Tat die dreiviertel Stunde Fahrt verlief ohne Verzögerung. 

Unterwegs hielten wir noch für eine Frühstückspause.

Kurz nach 10 waren wir da. 15$ Parkgebühr, dafür Eintritt frei. Die Besuchermassen waren überschaubar. 



Wir verbrachten gut 3 ½ h in dem Museum bei allen möglichen Exponate aus aller Welt, natürlich auch aus Deutschland zu seiner dunkelsten Geschichte. Aber wie bereits gesagt interessiert hier eher der technische Aspekt als der ideologische. 

Lockheed SR-71 Blackbird

Ju 52

Baldwin Red Devil

F-14 Tomcat

P51-C Mustang Excalibur III

Blick in die Restaurationshalle

Messerschmidt ME163

Grumman F6F-3 Hellcat

Boeing B-29 Superfortress Enola Gay

Kellett XO-60

Mig 21

Kugisho Ohka Modell 22 (Kamikaze Flieger)

Concord
Space Shutle Discovery

Die Fahrt zurück verlief auch ohne größere Verzögerungen. Nur ein klein wenig erhöhtes Verkehrsaufkommen im Washingtoner Zentrum.
Da das Wetter, entgegen der undefinierten Vorhersagen, doch sehr sonnig daherkam, beschlossen wir dies für weitere Außenaktivitäten zu nutzen. 

Da unser Hotel recht zentral lag, konnten wir zu Fuß auf Erkundungstour gehen und grasten einen Großteil der Sehenswürdigkeiten ab. Die zentralen Feierlichkeiten waren mittlerweile auch beendet, sodass nicht mehr allzu viele Menschen die National Mall, wie der zentrale, von diversen Sehenswürdigkeiten gesäumte Mittelgrünstreifen genannt wird, bevölkerten – aber immer noch genug.

Wir begannen am Capitol auf der Vorderseite und arbeiteten uns dann zum U.S. Supreme Court und Thomas Jefferson Building vor. 

Capitol

Supreme Court

Thomas Jefferson Building

Dann ging es zur Rückseite des Capitols und die National Mall entlang, vorbei am Ulysses S. Grant Memorial und den einzelnen Museen des Smithsonien bis zum Washington Monument – dies war wegen Arbeiten am Fahrstuhl leider geschlossen.

Ulysses S. Grant Memorial

Smithsonien Air & Space

Smithsonien Castle

Washington Monument

Washington Monument


Dann weiter zum Weißen Haus. Mr. Trumps Dienstwagen stand zwar vor der Tür, zu sehen war er aber nicht. Ich hätte auch nicht rausgeschaut.

White House

White House
Am Ende der Mall kamen wir zum Lincoln Memorial. Dieser war auch zu Hause und saß ganz entspannt für ein Foto auf seinem Stuhl – das nenn ich Volksnähe.



Blick vom Lincoln Memorial  - Washington Monument mit Reflection Pool


Mittlerweile war es Abendessenzeit und wir suchten uns eine Sportbar hinter dem Nationalarchiv aus. 

Mit einbrechender Dämmerung machten wir uns wieder auf den Weg für die anstehenden Nachtaufnahmen.




Gegen 22 Uhr waren wir wieder im Hotel und ein klein wenig fertig nach dem heutigen kleinen Spaziergang von fast 25 km.

28.05.17 Richmond/ Virginia - Washington D.C.



8 Uhr aufstehen. Das Wetter bewölkt bei 23Grad.

Der Vormittag sollte Richmond gewidmet werden, der Hauptstadt Virgina´s. 

Von 1861 bis 1865, während des amerikanischen Bürgerkriegs, war Richmond die Hauptstadt der Konföderation.

Demnach gab es hier bestimmt was Historischen zu finden. W
Wir fuhren zum Virginia State Capitol, dem Regierungssitz seit 1788. 


Von dort auf liefen wir zum White House of the Confederacy, dem Amtssitz des Präsidenten der Südstaaten während des Bürgerkrieges.


 
Etwas weiter befand sich die Cathedral of the Sacred Heart. Da gerade der Gottesdienst anzufangen schien, trollten wir uns wieder. 



Einen weiteren Stopp legten wir am Canal Walk, einem  Uferweg zwischen dem James River, dem Kanawah Canal und dem Haxall Canal ein. Ein ausschweifenderer Spaziergang fiel leider buchstäblich ins Wasser, da mal wieder Ferguson seine Spülung auspackte … toll, mal was anderes – hatten wir lange nicht mehr.







Gegen Mittag schauten wir in die Mall in Glen Allen rein, aber auch hier war nicht viel zu holen.

Zurück auf dem Highway 95 standen wir erstmal im Stau, sodass wir beschlossen einen kleinen Umweg über Hanover über Nebenstraßen zu nehmen. Bei Fredericksburg kamen wir wieder auf die 95 bei immer noch zähfließendem Verkehr der sich streckenweise bis Washington zog.

Den Abend verbrachten wir in der Gordon Biersch Brauerei, wo wir auf die deutsche Kellnerin Christiane trafen, mit der wir über den Abend einen netten Schwatz hielten.

Wieder zurück im Hotel hatten wir die Partytruppe im Nachbarzimmer – lautes Geplapper und Musik. Eine kurze Beschwerde an der Rezeption zeigte Erfolg – zumindest ein wenig.

Samstag, 27. Mai 2017

27.05.17 Jacksonville /North Carolina – Richmond/Virginia



An unserem heutigen Ziel Norfolk wollten wir mal einen Blick auf die US Flotte werfen, die hier im Hafen liegt.  

Halb 9 Uhr los. Das Wetter sonnig bei 28 Grad. Frühstück bei Starbucks.

Wir folgten weiter dem U.S. Highway 17, der uns schon seit Charleston führte, bis Windsor. Ab da nahmen wir die Historical Route 13 bis Norfolk.

Unterwege suchten wir einen am Wege liegenden Schrottplatz auf, um meinem Jagdtrieb nach alten Kfz-Kennzeichen nachzugehen.
In Norfolk versuchten wir unser Glück logischer weise in Hafennähe, leider war nicht allzu viel zu sehen. Ganz in der Ferne sah etwas aus wie Flugzeugträger. Ich finde diese Schiffe zwar aus technischer Sicht hochinteressant, aber aus Ideologischer ganz und gar nicht. Also suchten wir nicht weiter rum und traben ab. 

Da waren wir mit unserem Programm aber schnell durch. 

So steuerten wir die nächste Mall am - die Coliseum Central. Diese war wie eine Stadt in der Stadt aufgebaut, aber irgendwie doch nicht der Brüller - Macy`s war abgerissen und der Rest uninteressant.

Kurz nach 4 Ankunft im Motel. Doch was für einen Schuppen hatten wir hier denn erwischt? Uns schlug ein sehr markanter Geruch entgegen, der auf einen großzügigen Einsatz von chemischer Keule schließen ließ. Und die Nachbarschaft sah auch nicht vertrauend erweckend aus. Da hatte sich eine Motorradtruppe eingenistet, die nicht nach einer entspannten Nachtruhe schrie. 

Wir reklamierten sofort. Der Hausherr oder sollte man besser sagen der Hausdiener indischen Aussehens, zeigte uns daraufhin ein anderes Zimmer, welches aber einen ähnlichen Zustand aufwies. Zudem schallte uns laute Musik aus der Nachbarschaft entgegen. 

Auf diesen Missstand angesprochen, versicherte uns Ranshid, dass ab 8 Uhr Ruhe wäre … ja nee is klar.

Wir beschlossen weder dieses Zimmer noch irgendein anderes in diesem Etablissement zu nehmen und fuhren weiter … nur dumm, dass das Zimmer bereits bezahlt war. 

Also eine neue Unterkunft gesucht - 60 Meilen weiter in Nähe von Richmond wurden wir fündig. 

Natürlich entsandte uns Fergusson unterwegs auch noch einen kleinen Gruß.

Gegen halb 7 erreichten wir das Motel. Das Abendessen sollte heute typisch amerikanisch sein – bei Ming´s Imbiss mit Hühnchen.

Achja .. eine kleine Anekdote, über die wir uns seit 2 Tagen amüsieren, ist der Hinweis auf einem Verkehrschild, dass das Licht eingeschaltet werden soll, wenn die Scheibenwischer angeschaltet werden (lights on when using wipers). Heißt das im Umkehrschluss, dass ich die Wischer einschalten muss, wenn ich das Licht anmache???